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Eine wahre Geschichte darüber, dass Fliegen süchtig macht! - Mittwoch, 1. Juni 2011

Bericht von Jogi E. aus Britannien und vom Kurzbesuch in den Alpen. 

Im Mai hatte es sich ergeben, dass wir zwei Wochen Zeit hatten, die Insel zu erforschen. Wir starteten bei regnerisch- windigem Wetter mit Gleitschirmen und Poppiausrüstung Richtung Süd- West. (Hampshire,- Dorset,- Devon und Somerset) Das recht grosse Auto war voll! Nach drei Tagen war das Wetter immer noch gleich. Zum fliegen zu windig und zu nass. Schöne Steilküsten zum Soaren und Grashügel gibt es da tausende, nur man nehme sich in Acht vor „privat Properties“. Eigentum ist hier im Süden der Insel noch heiliger als in der Schweiz. Man muss bei jedem Fluggebiet zuerst in Erfahrung bringen, welcher Club zuständig ist, dort Mitglied werden und sich instruieren lassen, um fliegen zu dürfen. (Ich werde schon wieder aggressiv, wenn ich darüber schreibe! „Die spinnen, die Engländer“ hat schon Obelix gesagt!) 

Daher sind wir bei der ersten Hoffnung auf besseres Wetter Richtung Wales hoch gefahren, wo die Bedingungen einfacher sind. Hier wäre man freier, aber das Wetter ist dafür auch etwas rauer, da die Hügel höher sind. An einem schönen Sandstrand, Nähe Swansea, mit einem 80m hohen Hügel hinten dran konnte ich eine Stunde soaren, alleine, weil es der Flugschule zu windig war. Später kamen noch zwei Deltas raus und waren auch nicht viel schneller als ich. Es hat gut getan, doch am meisten gefreut hat sich unsere Jara, als ich neben ihr und Reta am Strand gelandet bin. 

Anschliessend waren wir noch eine Woche in Schottland, wo man überall starten dürfte, wenn der Wind einmal weniger stark als mit 60kmH blasen würde. Und schöne Hügelzüge hätte es da, unglaublich. Auch Streckenflüge soll man da machen können, nur weiss ich nicht wie. Nein, wir hatten einfach wieder Pech. Dafür hat Jara in der Woche grosse Fortschritte im Laufen gemacht. 

Und dann kam das letzte Maiwochenende, wo Reta frei hatte. Der Wetterbericht war schrecklich! Ich bin fast in eine Depression gefallen und hab den ganzen Samstagvormittag im Internet geschaut, wie schön es in den Alpen ist. Nach einer kurzen Absprache mit Reta und mit ihrem Einverständnis, habe ich angefangen nach Flügen zu suchen und bin noch am Samstagabend mit Swiss für 165.- GBP (retour!) nach Zürich geflogen. Dort musste ich am Flughafen in einem Hotel übernachten, weil man um 23Uhr nicht mehr weit kommt. 

Am Sonntagmorgen ging es Richtung Riederalp im Wallis, mit dem Ziel, nach Graubünden rüber zu fliegen. Etwas kaputt von der Reise und der kurzen Nacht bin ich das Goms hoch geflattert und dann leider in Gletsch, am Fusse des Rohnegletschers gelandet worden. Die Geduld, um genug Höhe zu machen fehlte mir, aber auch meine Konzentration war nicht voll vorhanden. 

Dann komm ich zur Postautohaltstelle und sehe, dass das erste Posti erst im Juni über die Furka fährt. Ich hätte nach Oberwald fahren müssen um dort einen Zug Richtung Andermatt- Disentis Chur zu nehmen. Nach all der Reiserei hat es mich grausam angeschissen, nochmals 6 Stunden im Touristenzügli rumzusitzen und den geduldigeren Kollegen zuschauen zu müssen, wie sie oben durch flattern. Zum Glück entdeckte ich ein Bündner Auto, das bei der Beiz parkiert hatte. Als die Leutchen raus kamen, hab ich sie angesprochen und sie haben mich tatsächlich bis Reichenau mitgenommen. Die Reise dauerte nur 3 Stunden bis Maienfeld. Huara guat!!!! 

Am Montag durfte ich nochmals fliegen gehen, da wegen einem Feiertag in London meine Tochter noch einen Tag in der Obhut meiner Lieben Frau war. Mit Stefan fuhr ich auf’s Fanaser Eggli. Wenn es nicht so heiss und sonnig gewesen wäre, hätte ich mich da oben wieder wie in Schottland gefühlt. Am frühen Morgen Wind von Westen und zwar so stark, dass die Thermik sich nicht entwickeln konnte. Stefan ging laufen und ich machte ein Flügli nach Schiers mit einer Landung die recht turbulent war. Irgendwie war es halt doch föhnig. Und danach musste ich mich wieder auf den Weg nach London machen. Es war ein anstrengendes, aber schönes Wochenende und hat gut getan, obwohl ich wegen dem Böldsinn fast ein schlechtes Gewissen gehabt hätte. Jetzt kann ich wieder bis Ende Juli in London aushalten.

(Bild vom Rückflug über Frankreich)

 

 

 

 


Paragliding Testival 2011 in Kössen 2. - 5. Juni 2011 - Dienstag, 24. Mai 2011
02.06.11
Super Paragliding Testival 2011

02.-05.06.2011

Kössen, Oesterreich

(Verschiebedatum: 11.-13.06.2011)mehr


Gleitschirm App fürs iPhone, 7000 Start- und über 3000 Landeplätze - Freitag, 20. Mai 2011

... WER BEKOMMT DA KEINE LUST ZUM FLIEGEN? - Donnerstag, 19. Mai 2011

Vor dem Rätikon!

Alf und Aldur waren gestern mit Martin Scheel unterwegs... 


Nach dem verregneten Wochenende, zwei Bilder von letzter Woche - Frühlingshafter Flug vom Startplatz Cania - Montag, 16. Mai 2011

(cbu)


Portrait unseres Alfs als Mitglied des Advance xc-Serial- Teams sowie von Gieri Murk - Mittwoch, 4. Mai 2011

Was für eine traumhafte Osterwoche... - Dienstag, 26. April 2011

Alf machte unter anderem einen Ausflug an den Chasseral, dem Hausberg der Flugschule Zorro von Hausi Bollinger. Er fuhr am Gründonnerstag mit Sandra Monse in den Jura, um dem Föhn in den Alpen auszuweichen. Sein Kommentar hierzu: " Mein erster Juraflug war Super :-) Ist schon Beeindruckend zweitausend Meter über der Landschaft zu schweben und die Airlineraussicht zu geniessen. Der Flug hat mich nach Frankreich und wieder zurück geführt, wo ich auf dem riesigen Startgelände wieder in die Narzissen reinlanden konnte. Kurz darauf ist noch Peter Kleinmann eingeschwebt der am Stierenberg gestartet war und nach einer Beschleunigerpanne landen kam. So sind wir mit sonnengeröteten Gesichtern müde und zufrieden wieder Richtung Heimat gefahren. Liaba Gruss und happy landing.
Alf"

ChasseralChasseralLa Choux-de-FondsVillers, Morteau und Les Fins Frankreich (cbu)


Verletzter lädt iRega runter und wird gerettet - Dienstag, 19. April 2011

Dank der iPhone-Applikation iRega hat die Helikopter-Crew der Einsatzbasis Untervaz am Samstag einen verunfallten Gleitschirmpiloten finden können. Aufgrund irrtümlich falscher mündlicher Angaben des verunfallten Piloten haben die Rettungskräfte den Schwerverletzten anfänglich vergebens gesucht. Dank iRega wurde er schliesslich gerettet.

www.rega.ch/de/medien/medienmitteilungen/detail.aspx?id=2048


Im Namen aller Grischnis gratulieren wir unserem Manfred zum 85. Geburtstag ganz herzlich! - Dienstag, 19. April 2011


Schalom von Sämi aus Israel... - Dienstag, 12. April 2011

...und hier sein Bericht:

Zuerst waren wir am See Genezareth im Kibuz Magaan, wo unsere Reisegruppe um 16:30Uhr ankam. Als ich die Hänge des Golans sah, war ich nicht mehr zu halten, hab den Gleitschirm geschultert und lief los. Doch wohin, wo kann man starten? Die Hänge schienen nah - und doch so weit. Also stellte ich mich an die Strasse, hob den Daumen - und das erste Auto nahm mich mit. Es war eine junge Israelin. Wir kamen schnell ins Gespräch. Sie fuhr und hielt einfach nicht mehr an. Anstatt wie erwartet ins nächste Dorf am Hang abzubiegen ging die Fahrt 45km weit in ein Tal, das durch viele Windungen auf die Hochebene führte. Das ganze Land war nach vielen Niederschlägen üppig grün. Kornfelder bis zum Horizont wogten im Winde sanft hin und her. Meine Chauffeuse erzähte mir, es gebe ein Schild mit einem Paraglider darauf, sie müsse nur etwas weiter fahren. Tatsächlich fanden wir den Abzweiger und sie lud mich mit einem herzlichen Schalom aus.
Mutterseelen allein machte ich mich auf den Weg, eine schlammüberspühlte Strasse entlang. Bald waren meine Schuhe von klebrigbrauner Masse schwer, die ich alle 10m wieder abzuschütteln suchte. Kein Startplatz weit und breit. Die Sonne senkte sich langsam nieder. Nach einem hinderlichen Fussmarsch zweige ich links ab, da müssen die geliebten grünen Grashänge sein. Ich bin auf ca 400müM, der See Genezareth auf - 200m unter Meer. Durch ein lichtes Pinienwäldchen eröffnet sich unerwartet eine überwältigende Sicht auf das ganze Jordantal. Wow! Doch was ist denn das: Ein Stacheldraht mit gelben Warnschildern alle 10m: Danger: Mines! Keine Chance zu starten hier, und die Sonne geht bald unter. Wenn ich nicht wegkomme, werde ich nicht vor morgens 5Uhr im Kibuz sein! Das Gras ist immer noch feucht vom kürzlichen Regen. Nach 10Minuten gelange ich auf ein Bödeli und der Zaun hat eine Lücke: Hier müsste es gehen. Sofort den Schirm raus. Eine feine Brise im Gesicht ziehe ich auf und bin noch vor der defekten Minen-Absperrung in der Luft, fliege der untergehenden Sonne entgegen. Ein Jauchzer und Gott sei Dank - ich fliege. Die Luft ist ruhig und trägt sogar etwas. Weit unten avisiere ich ein abgemähtes Feld, die Strohmaden liegen noch drauf. Glücklich und zufrieden packe ich das leicht feuchte Tuch zusammen, ziehe die aromatische Luft in die Lunge und marschiere durch üppige Felder der Strasse zu. Dunkelheit fällt auf das Land, niemand nimmt mehr einen Autostopper mit. So marschiere ich - die Sonne im Herz - noch eine knappe Stunde und komme gerade noch recht zum Znacht. Erst am nächsten Tag lernte ich dann den richtigen Startplatz kennen...
Wer kommt mit zum nexten Abenteuer nach Israel? Es ist ein absolutes Hammer-Flugland und bietet Erstaunliches...
See you und happy landing!
Sämi


Ewa Wisnierska - Samstag, dem 09. April 2011 - Montag, 11. April 2011

 

Auf der E-Mail erhielt ich die Information das Ewa Wisnierska eine Präsentation in Schnifis in der Nähe von Feldkirch veranstaltet. Neugierig etwas mehr über diese aussergewöhnliche Pilotin zu erfahren, fuhr ich nach Schnifis.

Der Saal war mit über 100 Personen aus der Gleitschirmszene und anderen Interessierten gefüllt. Angespannt warten wir auf den Auftritt von Ewa. Wie wird ihr Auftritt sein? Ist sie ein Star?  Was wird sie uns berichten?

Endlich der Clubpräsident des GSFV stellt Ewa vor. Vor lauter Schwärmen über die Erfolge steht Ewa ruhig daneben und ist fast ein wenig verlegen. 

Aber nun übernimmt Ewa das Mikrofon. Ruhig erzählt sie uns ihre Geschichte vom Start ihrer Karriere im Jahr 2000 bis jetzt. An den zahlreichen Wettbewerben kann sie nationale und internationale Erfolge feiern. Sie räumt diese Erfolge scheinbar mit ihrem aussergewöhnlichen Talent einfach ab. Mit ein paar Filmausschnitten zeigt sie uns eindrücklich wie so ein Wettkampftag aussieht. Die Piloten stehen alle unter Druck und fliegen um Prämien, die nur ausbezahlt werden wenn man Erfolg hat. Ebenfalls die Sponsorengelder. Dieser Druck führt dazu, dass Piloten starten obwohl es die Wetterlage nicht zulässt! Ewa musste dies im Wallis in Fiesch das erste Mal hautnah erleben. An diesem Worldcup hatte sie ihren ersten Absturz mit schweren Verletzungen. Von da an merkte sie, dass man im übertriebenen Sinn nicht unsterblich ist und die Verantwortung für sich selber tragen muss. Die Pechsträhne riss nicht ab. Am Worldcup in Australien wurde sie in eine Gewitterwolke hineingezogen. Der Track zeichnete eine Höhe von rund 10'000 Meter über Meer auf bei einem Steigen von zum Teil über 20 m/sec. Sie überlebte mit ein paar Erfrierungen! Von da an war für Ewa nichts mehr so wie es einmal war. Sie startete nicht mehr bei jeden Bedingungen und übernahm für sich Verantwortung! Trotz Druck der Sponsoren und Medien. In ihr reifte immer mehr der Gedanke, dass es noch mehr gibt als den Wettkampf.

Sie gründete ihre Flugschule und bitet heute verschiedene Aktivitäten an. Viel Freude bereiten ihr die Passagierflüge bei denen sie den Menschen die Begeisterung  unseres Sports näher bringt. Sie versucht auch uns Piloten ihre Erfahrungen weiter zu geben. Eine wichtige Mitteilung hatte sie an alle Piloten. Lasse dich niemals durch die Gruppendynamik zum Fliegen verleiten. Handle in Selbstverantwortung, um somit lange an unserem schönen Sport viel Freude zu haben. Mit diesen Worten schloss sie den interessanten Abend. 

Beat Frauenfelder


Flugwochenende mit sehr viel Wind... - Montag, 11. April 2011

Vergangenes Wochenende wollte ich mein Fliegerglück von der Gotschna aus versuchen. Als ich oben ankam und unerwartet unser Cloudgirl ohne Krücken am Startplatz antraf, war die Freude gross! Diese konnte selbst die schlechte Thermik nicht trüben, welche gegen Mittag scheinbar keine Chance gegen den starken NW-Wind zu haben schien. Am Landeplatz strahlte mich bereits das nächste bekannte Gesicht an: Beat Frauenfelder! Keine Frage, natürlich wollten wir unser Glück noch einmal versuchen. Als wir dann jedoch zusehen mussten, wie der mittlerweile noch stärker gewordene Wind selbst die Akropiloten am Startplatz herausforderte, liessen wir uns stattdessen die Sonne auf der Terrasse bei einem Kaffee ins Gesicht strahlen. Wie uns später berichtet wurde, genoss immerhin ein Segelflugpilot das Soaren am Gotschnagrat. (sky)


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by GC Grischa